Ernährung

Menschen mit angeborener oder erworbener Kryptopyrrolurie leiden unter einem Mangel an Vitamin B6, Zink und Mangan, da diese Stoffe mit dem Pyrrol ausgeschieden werden. Dieser Mangel kann aber nicht über eine spezielle Ernährung ausgeglichen werden. Trotzdem ist eine Ernährungsumstellung im Rahmen einer KPU-Behandlung unabdingbar, die sowohl auf einen erhöhten Mikronährstoffbedarf ausgerichtet ist und gleichzeitig einer häufig vorliegenden Magen-Darm-Empfindlichkeit gerecht wird. Empfohlen werden allgemeine Ernährungsrichtlinien, u. a. ein gezielte Zufuhr von Vitamin B6, Zink und Mangan. Zudem sollten möglichst unverarbeitete, biologisch-organische angebaute Nahrungsmittel verzehrt werden, das Fleisch sollte idealerweise von Tieren aus biologischer Weidehaltung stammen und das Obst und Gemüse auf die Saison abgestimmt sein. Bei einer Ernährungsumstellung sollte zudem auf eine histamin- und allergenarme wie auch auf eine kohlenhydratreduzierte, fett- und eiweißoptimierte Ernährung geachtet werden.

Zu den wichtigen Vitamin B6-Lieferanten gehören Kartoffeln, grüne Bohnen, Erbsen, Linsen, Sojabohnen, Brokkoli, Spinat, Bananen, Äpfel, Avocados, Fisch (Lachs, Hering, Makrele, Forelle), Fleisch (Huhn, Pute, Schwein, Rinderfilet, Kalbsleber), Käse (Camembert, Emmentaler, Bergkäse, Gouda) sowie Getreideprodukte (Hirse, Weizenkeime, Naturreis), Walnüsse und Hefe.

Nahrungsmittel, die über einem hohen Zink-Gehalt verfügen, sind Fisch (Hering), Meeresfrüchte (Austern, Muscheln), Linsen, Mais, Erbsen, Karotten, Sojabohnen, Hirse sowie Innereien wie Rinder- und Schweine-Leber, Rind-, Kalb- und Lammfleisch, Hühnereier, Nüsse, Haferflocken, Käse (Edamer, Gouda, Tilsiter) und Beerenobst. Aus tierischen Quellen kann der Körper Zink etwas besser verwerten als aus pflanzlichen Nahrungsmitteln, weil diese häufig viel Phytinsäure enthalten, welche die Aufnahme von Zink hemmt.

Lebensmittel mit einem hohen Mangan-Gehalt sind z. B. Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln, Ingwer, Kardamom, Weizenkeime, Reis, Sojamehl und weiße Bohnen.

Eine histaminarme Ernährung ist häufig nötig, weil der Darm für den Abbau von Histamin Zink und Vitamin B6 benötigt, die sich ohnehin schon in einem Mangelzustand befinden. Aus diesem Grund sollte besonders auf konservierte Nahrungsmittel, geräuchertes Fleisch und Fisch, Alkohol (Rotwein, Sekt), Softdrinks und Kakao verzichtet werden. Auch Kuhmilchprodukte, Hühnereier und glutenhaltige Getreidesorten sollten bei Unverträglichkeiten gemieden werden. Das Gleiche gilt für jede Form der Nahrungsunverträglichkeit.

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