Geschichte

Die Kryptopyrrolurie (KPU) wurde gegen Ende der 1950er Jahre von den amerikanischen Psychiatern und Neurologen Abraham Hoffer, Humphrey Ormond und Dr. Carl C. Pfeiffer durch einen Zufallsbefund entdeckt, als sie auf der Suche nach einer natürlichen Substanz waren, die der Behandlung der schweren psychischen Krankheit Schizophrenie dienen sollte. Besonders Dr. Carl C. Pfeiffer und sein Team, und speziell sein Schüler Dr. Eric Braverman, erforschten in den folgenden Jahrzehnten im Brain Bio Center in Princeton (New Jersey) die chemische Struktur der Stoffwechselstörung, entwickelten einen Labortest für den Nachweis der im Urin ausgeschiedenen Stoffe, beschäftigten sich intensiv mit den möglichen Folgen für den menschlichen Organismus und leiteten daraus Behandlungskonzepte her. Im Jahr 2000 entdeckte dann der niederländische Arzt Dr. Kamsteeg eine ähnliche Stoffwechselstörung mit dem Namen Hämopyrrolactumurie (HPU).

Bis heute ist die Stoffwechselstörung Kryptopyrrolurie (KPU) weitestgehend unbekannt, was unter anderem an fehlenden, anerkannten wissenschaftlichen Studien liegt, um überhaupt von der Schulmedizin anerkannt zu werden. Aufgrund dessen sind auch die Beziehungen und Abgrenzungen zu anderen Erkrankungen wissenschaftlich nicht belegt. Somit taucht die Stoffwechselstörung nicht als Diagnose im ICD 10 (Internationale Statistische Klassifikation der Krankheiten, 10. Revision) auf und wird hauptsächlich im Bereich der Orthomolekularen Medizin berücksichtigt.

Seit den 1980er Jahren beschäftigt sich der Rostocker Arzt für Innere Medizin und Umweltmedizin Dr. Bodo Kuklinski mit dem Phänomen Kryptopyrrolurie. Dr. Kuklinski sieht neben der angeborenen Form der KPU auch eine erworbene oder sekundäre Form mit einer instabilen Halswirbelsäule (HWS-Syndrom) oder einer Funktionsstörung der Mitochondrien als Ursache.

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